Die meisten Dashboards zeigen zu viel und sagen zu wenig. 47 Kennzahlen auf einem Screen sehen beeindruckend aus, führen aber selten zu besseren Entscheidungen. Was zählt, ist nicht die Menge der Daten, sondern ihre Handlungsrelevanz.
Die 3 Ebenen eines sinnvollen KPI-Systems
Ebene 1: Strategische KPIs (Geschäftsführung)
- Customer Acquisition Cost (CAC) — Was kostet es, einen neuen Kunden zu gewinnen?
- Customer Lifetime Value (CLV) — Wie viel Umsatz bringt ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung?
- CLV:CAC-Verhältnis — Sollte mindestens 3:1 sein. Darunter ist das Wachstum nicht nachhaltig.
- Monthly Recurring Revenue (MRR) — Für Unternehmen mit wiederkehrenden Umsätzen die wichtigste Kennzahl überhaupt.
Ebene 2: Operative KPIs (Abteilungsleiter)
- Pipeline-Wert und Conversion-Rate pro Vertriebsstufe
- Time-to-Close — Wie lange dauert es vom Erstkontakt bis zum Abschluss?
- Website-Conversion-Rate — Wie viel Prozent der Besucher werden zu Leads?
- Cost per Lead (CPL) nach Kanal — Welcher Kanal liefert die günstigsten qualifizierten Leads?
Ebene 3: Taktische KPIs (Team)
- Organischer Traffic nach Landingpage
- E-Mail Open- und Click-Rates
- Support-Ticket-Volumen und durchschnittliche Lösungszeit
- PageSpeed und Core Web Vitals
Die goldene Regel
Wenn Sie eine Kennzahl sehen und nicht wissen, was Sie als nächstes tun würden, gehört sie nicht auf Ihr Dashboard. Jeder KPI muss eine Handlung auslösen können — sonst ist es nur eine Zahl.
Fazit: Starten Sie mit 5–7 KPIs pro Ebene. Erweitern Sie nur, wenn eine neue Kennzahl zu einer konkreten Entscheidung beiträgt.
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