EU verschiebt KI-Verordnung: Mehr Zeit für Unternehmen — aber kein Grund zur Passivität

Die Nachricht kam am 7. Mai 2026: EU-Rat und Europäisches Parlament haben sich im Rahmen des Digital-Omnibus-Pakets auf eine Verschiebung der KI-Verordnung geeinigt. Unternehmen, die Hochrisiko-KI-Systeme einsetzen, bekommen bis Dezember 2027 bzw. August 2028 mehr Zeit für die Compliance — statt der ursprünglichen Frist im August 2026.

Was genau wurde verschoben?

  • Hochrisiko-KI-Pflichten (Artikel 6): Neue Frist Dezember 2027 statt August 2026
  • Bestimmte Transparenzpflichten: Verlängert bis August 2028
  • Bereits geltend: Das Verbot inakzeptabler KI-Praktiken bleibt seit Februar 2025 aktiv
  • Nur 8 von 27 EU-Staaten haben bisher überhaupt Durchsetzungsstellen benannt

Warum Abwarten keine Strategie ist

Die Verschiebung ist keine Entwarnung — sie ist ein Eingeständnis der Komplexität. Unternehmen, die jetzt KI-Lösungen einsetzen oder planen, sollten die gewonnene Zeit nutzen, um Governance-Strukturen aufzubauen, Risikobewertungen durchzuführen und Dokumentationsprozesse zu etablieren.

Wer erst 2027 anfängt, wird unter enormem Zeitdruck stehen — denn die Anforderungen selbst wurden nicht vereinfacht, nur die Fristen verschoben.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

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